Jahresprogramm 2019

Liebe bisherige und zukünftige Tourenleiterinnen und Tourenleiter

 

Nur dank euerm Engagement können wir schöne, interessante, anstrengende oder auch gemütliche Touren zusammen unternehmen. Wir freuen uns schon auf die zahlreichen Ideen für das nächste Jahr.

 

Ab sofort könnt ihr die Vorschläge direkt ins System eingeben (Titelzeile/Datum/Art/Schwierigkeit). Am Tourenplanungstreffen vom Donnerstag, 13. September 2018 werden wir die eingegebenen Touren mit allen Interessierten besprechen und Ergänzungen machen können.

 

Der Sektionstag findet nächstes Jahr am 21. September statt. Ziel ist das Hotel Alpina in Rigi-Kaltbad, wo sich die verschiedenen Gruppen zum Apéro treffen. Bis jetzt wurde eine Bergtour eingegeben. Für einen möglichst vielseitigen Anlass hätten wir noch gern eine Klettertour, eine mittellange Wanderung, eine sehr gemütliche Plauschwanderung, eine Biketour usw. Es darf auch etwas aussergewöhnliches sein wie ein Badeplausch oder ein Berglauf.

Wir freuen uns auch über Themen für den Winter-Fortbildungskurs.

 

Der definitive Eingabeschluss für Vorschläge ist der 26. September 2018.

 

Touren leiten macht Freude und ist gar nicht so schwierig. Willst du es mal probieren? Die Tourenchefinnen Milena Bastian und Stella Jegher sagen dir, wie es geht (die Adressen sind auf der dritten Umschlagseite). Wenn du einen Ausbildungskurs des SAC brauchst, wird er bezahlt. Ausserdem sind viele TourenleiterInnen bereit, dich bei den ersten Touren zu begleiten.

Ausgeführte Touren/Anzahl Teilnehmende Mai - Juli 2018

4.5.

Spontantour Tannzapfenland

3

6.5.

Chellenchöpfli

17

9.5.

SeniorInnenzusammenkunft

7

12.5.

Erdmannlistein

6

13.5.

Konzert im Kloster Fischingen

7

19.5.

Alpen ob Biasca

5

19.-21.5.

Wallis

12

25.5.

Festanlass "100 Jahre Schweizer Frauen-Alpenclub"

59

25.5.

Sternwanderung Albisgrat

6

25.5.

Sternwanderung ab Zürich Leimbach

3

25.5.

Sternwanderung aus dem Säuliamt

7

25.5.

Sternwanderung "Fallätschen Traverse"

13

25.5.

Sternwanderung ab Bergstation Üetliberg

9

26.5.

Pic de Crémines, Grandval

4

27.5.

Buochserhorn - Bleikigrat

6

30.5.

Treffpunkt Uto Staffel

8

2.6.

Immebärg

7

7.6.

Plauschwanderung St. Benedikt statt Chatzenstrick

6

8.6.

Fürstin-Gina-Weg (FL)

7

9.-10.6.

Capanna San Jorio

4

13.6.

SeniorInnenzusammenkunft Pfannenstiel

8

16.6.

Margelchopf

3

16.-17.6.

Seehorn Davos

6

21.6.

Bräteln

12

23.-24.6.

Via Engiadina

11

26.6.

Tibetische Brücke Carasc

8

27.6.

Treffpunkt Uto Staffel

6

29.6.-1.7.

Sentiero Alpino Calanca

5

30.6.-1.7.

Hochtour Krönten

6

7.-8.7.

Piz Quatervals

3

11.7.

SeniorInnenzusammenkunft

8

12.7.

Galgentobel

7

14.-15.7.

TL-FK zum Thema: 1.Hilfe im Gelände

9

18.7.

Mürren Alphubel

6

20.7.

Alp Oberbogmen

5

25.7.

Treffpunkt Uto Staffel

6

26.7.

Flimser Wasserweg

10

28.-29.7.

Klettern Bergseeschijen

8

29.7.

Rigi auf unbekannten Pfaden

2

31.7.

Planggenstock und Hirzli

3

 

100 Jahre SFAC - Fest auf der Felsenegg

Als Frauen nur ausserhalb der Dörfer Hosen trugen
aus der Zeitung Zürich West, 7. Juni 2018

Mit einer Sternwanderung zum früheren Gasthaus Baldern begannen die Mitglieder der SAC Sektion Baldern den Festanlass zum Gedenken an die Gründung des Schweizer Frauen-Alpenclubs 1918.

Die offizielle Feier fand am 25. Mai mit Panoramablick in die Alpen im Gasthaus Felsenegg statt. Françoise Jaquet überbrachte die Grussbotschaft des SAC. Sie ist die erste Frau, die als Zentralpräsidentin des Schweizer Alpen-Clubs amtet. Die Buchautorin und Bergsteigerin Caroline Fink berichtete über die Geschichte des Frauen-Alpinismus. Veteraninnen erzählten aus ihren Erlebnissen als Bergsteigerinnen.

Bis 1907 durften Frauen im SAC mitmachen. Dann entschied die starke Männermehrheit, dass die Frauen nicht mehr zugelassen wurden. Dies führte 1918 zur Gründung des Schweizer Frauen-Alpenclubs. In der Frühzeit des Frauen-Alpinismus mussten die Frauen noch Röcke tragen, als sie Dörfer passierten. Erst ausserhalb der bewohnten Gebiete konnten sie Hosen tragen. Die ersten Bergsteigerinnen, die sich in Hosen in die «Zivilisation» wagten, mussten sich einiges anhören. Trotz aller Hindernisse entwickelte sich der Frauenalpinismus. Durften Frauen in der Anfangszeit des Alpinismus bei Expeditionen nur bis zum Basislager mitgehen und mussten dort kochen, setzten sie sich bei Expeditionen allmählich durch. Noch 1970 wehrten sich die Männer gegen eine Aufnahme der Frauen in den SAC. Doch die Zeit liess sich nach Einführung des Frauenstimmrechts nicht mehr zurückdrehen. Der damalige Zentralpräsident Hanspeter Wenger engagierte sich für die Aufnahme von Frauen oder für eine Fusion der Clubs.

Dorothee Felix, die Präsidentin der seinerzeitigen Frauenalpen-Club-Sektion Zürich berichtete, dass sechs Männer für einen Sektionsbeitritt kandidierten. Sie mussten während der Versammlung der Frauen vor der Tür warten, bis über ihre Aufnahme entschieden wurde. Dann durften sie sich zu den Frauen setzen. 1980 fusionierten die beiden Clubs, und die frühere Sektion Zürich des Schweizer Frauenalpen-Clubs heisst seither SAC Sektion Baldern. Es gibt noch viel zu tun, um den Frauen Mut zu machen, sich etwas zuzutrauen und in eine Wand zu steigen, wurde am Festanlass gesagt. 40 Prozent der Neumitglieder des SAC sind Frauen, aber auf 1270 Bergführer gibt es nur 36 Bergführerinnen - und unter den Tourenleiterinnen und Tourenleitern liegt der Frauenanteil nur bei 15 Prozent. Dass es Frauen auch können, zeigt die Episode aus der Jugend der früheren Sektionspräsidentin Dorothee Felix. Bei der gemeinsamen JO mit der Sektion Uto wurden gemischte Seilschaften mit je einem Burschen und einem Mädchen zusammengestellt, in der Meinung, dass der Bursche die Seilführung übernehme. Der Bursche, der Dorothee Felix zugeteilt wurde, war sehr unsicher und offenbarte ihr, dass er sich die Seilführung nicht zutraute. Da sagte sie, sie könne das, denn sie würden das beim Schweizer Frauenalpen-Club lernen. Der Bursche war erleichtert, dass er sich ihrer Seilführung anvertrauen durfte.

Liliane Waldner

 

 

100 Jahre Schweizerischer Frauen Alpen Club - ein Quiz

  1. 1918 wurde der SFAC gegründet. Wo?
  2. Wann wurde der Ladies Alpine Club in England gegründet?
  3. Wann wurde der SAC gegründet?
  4. Wann wurde der SFAC Baldern gegründet?
  5. Wann wurden die Frauen per Dekret aus dem SAC ausgeschlossen?
  6. Wie viele Sektionen hatte der SFAC von 1950 bis 1980?
  7. Worin besteht das Vereinsleben der Frauen neben gemeinsam in die Berge gehen?
  8. Wann kam es zur Fusion zwischen SFAC und SAC?
  9. Wie heisst eine damalige Spitzenalpinistin vom SAC Baldern?
  10. Wieviel % der SAC Mitglieder sind heute Frauen?
  11. Wieviel % aller Tourenchefs/Chefinnen sind Frauen?
  12. Laut NZZ Artikel 2013 von Caroline Fink sind 2 SFAC Sektionen als eigenständige Sektionen in den SAC eingetreten und haben nicht fusioniert. Wie heissen sie?
  13. Eine Sektion besteht weiter als SFAC. Wie heisst sie?
  14. Baldern fragte den Zentralverband um Geld für das grosse Jubiläum von 100 Jahren des SFAC? Wieviel Geld hat er gesponsert?
  15. Wieviel Jubiläums Events, Artikel im Alpen etc. hat der SAC für das grosse Jubiläum organisiert?
  16. Was feiern wir heute?

 

 

Premières de cordées

Le 25 mai dernier, j’ai eu le plaisir de célébrer le 100ème anniversaire de la fondation de l’ancien Club Suisse des Femmes Alpinistes (CSFA) lors d’une fête organisée dans la région de Zurich par la section Baldern. Histoire passionnante que celle des femmes alpinistes suisses, dont Caroline Fink donne un aperçu dans l’ouvrage du 150e anniversaire du CAS. Lors de sa fon­dation en 1863, le CAS avait en effet oublié les femmes, puis les a ignorées jusqu’en 1907, année où elles ont été bannies du club lors de la révision des statuts! Celles qui avaient déjà été acceptées par certaines sections pouvaient rester membres, mais n’avaient plus le droit de porter l’insigne du club!

N’étant pas les bienvenues au CAS, les dames décident alors de prendre leur destin en main, et le 27 février 1918, un groupe de femmes emmené par Aline Margot fonde à Montreux le CSFA, avec le but de développer chez les femmes suisses le goût de la montagne et de leur faciliter l’organisation de courses grandes et petites. Très vite une section Neuchâtel est créée. A l’époque, les femmes en montagne n’étaient pas toujours considérées avec bienveillance. Leur habillement en particulier faisait l’objet de méchantes cri­tiques. Dans les premières années suivant la fon­dation du CSFA, de nombreuses sections avaient dû fixer des règles à ce sujet : pour traverser les villages, il fallait porter une blouse à manches longues, des gants et une robe. Les dames ne devaient passer de la robe au pantalon qu’une fois parvenues hors des centres habités!

100 ans plus tard, il vaut la peine de rappeler le souvenir de ces femmes déterminées et cou­rageuses qui ont osé braver les critiques et les quolibets pour pouvoir exercer leur passion de la montagne. Notre présidente centrale, Françoise Jaquet, dans son message à l’occasion de cette célébration, a cité Sénèque: «Ce n’est pas parce que les choses sont difficiles que nous n’osons pas, mais c’est parce que nous n’osons pas qu’elles sont difficiles».

Alors osons Mesdames, prenons des respon­sabilités, organisons des courses, grimpons en tête!!

Carole Maeder-Milz, présidente Section Neuchàchteloise

 

 

Lösung Quiz:

  1. in Montreux: 15 Damen um Aline Margot gründen im Hotel de Londres den Club Suisse des Femmes Alpinistes. Ihre Vision ist, den Frauen die Schönheit der Berge und die Leidenschaft des Bergsteigens zu vermitteln. Bereits 1921 zählt der Klub 600 Mitglieder, die in Eigenregie Touren und Kurse organisieren.
  2. 1907 (11 Jahre vor dem SFAC)
  3. 1863; In seinen Statuten steht, dass «Schweizer» und «Bewohner der Schweiz» als Mitglieder aufzunehmen sind. Im Jahr 1879 taucht die sogenannte «Frauenfrage» erstmals auf der Traktandenliste der Abgeordnetenversammlung des SAC auf.
  4. 1921 - also schon bald wieder etwas zum Feiern!
  5. 1907; Bezeichnungen der SAC Männer für die Alpinistinnen: Kuriosum, Mannsweiber, Zirkusrösser
  6. um die 50 Sektionen
  7. Diavorträge über die Berge der Welt, Skifahren lernen, Sektionssitzungen, debattieren, Protokolle schreiben, Treffen in Gymnastikgruppen. Es ist auffallend, dass bei Tourenberichten auch Anekdoten Platz hatten. Bsp: Von den Thurgauerinnen erfahren wir, wie sie Mitte der 1930er Jahre die Wartezeit am Bahnhof Bern - sie waren unterwegs in die Klubwoche in Saas Fee - verbracht haben: «Den 3-stündigen Aufenthalt in Bern benützt Fräulein Stäheli, um unter Assistenz ein paar Berghosen (mit Bügelfalten) zu kaufen.»
  8. 1980; Noch 1978, als die Männer einmal mehr diskutieren, ob sich der SAC für Frauen öffnen soll, tönt es hitzig: «Der SAC ist eine der letzten Domänen, wo die Männer sich gegen die Aggressivität und die Komplexität der Frauen schützen können». Das berichtet das SAC-Magazin «Die Alpen» in der damaligen aktuellen Ausgabe. An ihrer Delegiertenversammlung von 1978 beschliessen sie deshalb mit grosser Mehrheit: Statt eine Öffnung einzelner SAC-Sektionen sollten Fusionsverhandlungen zwischen SFAC und SAC ins Auge gefasst werden.
  9. Heidi Schelbert und sie findet in einem Beitrag in «Die Alpen» klare Worte: «Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Urenkel der SAC-Gründer genau so patriarchalisch über die Köpfe der betroffenen Frauen hinweg über den Untergang des SFAC beschliessen möchten!», schreibt sie. Sie empfiehlt, erst dann zu kooperieren, wenn die Männer für eine Fusion bereit seien.
  10. 40%
  11. 15%
  12. Mont Soleil und Baldern
  13. Raimeux
  14. 300.-
  15. Eine kleine Anzeige in „Die Alpen“
  16. Mut, Entschlossenheit und Umsetzung von Wünschen von Frauen in der Bergwelt

 

 

Ein Hoch auf die Frauenseilschaft

Vor 100 Jahren wurde der Schweizerische Frauen-Alpenclub gegründet. Vier Kameradinnen haben dieses Jubiläum mit einer Wanderung auf den Spuren der Pionierinnen in den Waadtländer Alpen gefeiert.

Ein Bericht darüber wurde in der Schweizer Familie veröffentlicht, nachzulesen unter:

www.schweizerfamilie.ch/wanderungen-ausfluege/weekendtipp/aigle-vd-ein-hoch-auf-die-frauenseilschaft

Sentiero Alpino Calanca, 29.6.-1.7. 2018

Fünf muntere Wanderer fanden sich nach einer langen Anreise auf dem Passo San Bernardino ein. Nach dem Kaffee ging es, die lärmige Strasse bald hinter uns lassend, in zwei grossen Bögen über Alpen und dann durch steinigeres Gelände vorbei am Piz d'Arbeola zum Rifugio Pian Grand, unserer ersten Station. Die keilförmigen Hütten sind wirklich eine Besonderheit. Am nächsten Morgen wartete nach einem steilen Übergang ein langer Höhenweg, noch mit Schneefeldern durchsetzt, auf uns. Nach einer Pause am Rifugio Ganan und einem weiteren Übergang konnten wir uns im "Herzlisee" erfrischen, ehe es durch den schönen Lärchenwald zur heimeligen Capanna Buffalora ging. Den ganzen Tag folgten uns die anderen Gruppen, die auf der gleichen Route unterwegs waren. Auch der dritte Tag begann mit einem Aufstieg und dann einem weiteren Höhenweg mit einer Treppe und einer Leiter durch zwei recht ausgesetzte Passagen, ehe wir wieder in den Wald und zum Rifugio Alp di Fora gelangten. Nach einem Schwatz mit Einheimischen ging es zum letzten Übergang und dann auf den langen Abstieg nach Sta Maria, wo wir rechtzeitig eintrafen, um vor dem früheren Postauto noch ein Bier zu zischen. Eine prachtvolle Route, die wir bei besten Verhältnissen geniessen konnten, die aber mit ihrer Länge und einem durchgehenden T3 an der Obergrenze recht fordert.

Jochen Schüngel