Sieben Hengst, 18. September 2010
Der Wetterbericht versprach nicht gerade einen strahlenden Tag. Aber es tönte gut genug auch für eine Tour im weglosen Gelände. Vom Postauto aus sahen wir die Hengste noch so gut, dass wir sie zu zählen versuchten. Es sind eher mehr als sieben. Doch als wir den Wanderweg über den Grünenbergpass verliessen, schwebten ein paar kleine Nebelfetzen über den Grat. Die werden sich wieder auflösen dachten wir, als wir uns auf einem glitschigen Trampelpfad mit ein paar Kraxelstellen durch steilen Wald und Gebüsch auf den Grat kämpften. Doch als wir auf dem Grat ankamen, hatte sich eine zähe Nebelschicht über alle Hengste gelegt. Niemand wird mir mehr glauben, wenn ich eine schöne Aussicht verspreche. Die Orientierung über den Grat war nicht schwierig, rechts der Abgrund und links die Karren. Doch wo müssen wir zur Alp Oberberg absteigen, um den Wanderweg nach Habkern zu erreichen? Zum Glück liessen mich die TeilnehmerInnen in aller Ruhe suchen. Niemand stresste. Von der Alp ging es dann durch eine schöne Moorlandschaft nach Habkern. Dort liessen wir das erste Postauto fahren, damit wir noch eine Stunde in einer gemütlichen Beiz sitzen konnten.