Bireflue, Niederhorn, 16. September 2009
Schon seit Tagen schwirrte ein Höhentief umher und driftete mal in die eine, dann wieder in die andere Richtung, sodass jeder neue Wetterbericht wieder anders tönte. So brauchte es schon etwas Mut, die geplante Tour durchzuführen. Aber es hat sich gelohnt! Selten erlebt man in den Alpen eine so schöne Stimmung. Die Aussicht von der Bireflue und vom Niederhorn war einfach betörend. Unter uns lag ein schneeweisses Nebelmeer, durch das man ab und zu das Ufer des Thunersees oder die Häuser von Interlaken erkennen konnte. Gestochen scharf waren die Grate und Bergrücken der Voralpen und des Juras. Dagegen waren die Viertausender hinter einer Regenwand mehr zu erahnen als zu erkennen. Immer wieder versuchte der Regen von Süden her auf die Voralpen überzugreifen. Aber er schaffte es nicht! Herrliches Wanderwetter also; nur der Wind war etwas gar kalt.