F o t o t h e k
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Kletterwochenende Piansecco 9.-11. September 2006 

 

Die Tour fing am Samstag um 6:30 Uhr nicht gut an, denn die Autobatterie war im Gegensatz zu uns ohne Spannung. Nach einigen Telefonanrufen (die Handies sind doch für etwas gut) schafften wir es, mit nur einer Stunde Verspätung los zu fahren. In Airolo angekommen, machten wir eine Kaffee-Pause und eine grausige Entdeckung. Die Jagdsaison hatte begonnen und jemand fand den Blumentopf vor dem Restaurant als den idealen Ort, um ein Hirsch- oder Gems-Bein zu deponieren.

Na ja, wir zogen trotzdem los und sind von der Alpe Creina beim Nufenenpass ins Klettergebiet gewandert. Dort angekommen ging's direkt zum Einstieg der Route 'Tante Auguri'. Da wir nicht zu spät in der Hütte eintreffen wollten, planten wir spätestens um fünf abzuseilen. Die Route war schnell durchstiegen und um vier waren die ersten drei oben. Es waren einfach wunderschöne Klettereien bei fantastischem Wetter. Die nächste Seilschaft kam dann kurz nach fünf oben an und wir konnten mit der Abseilerei beginnen. Dies ging leider nicht ganz so flott wie der Aufstieg.

Werner und Angelo mussten von der Abseilpiste abweichen, um 'verlorene' Expressen und Sicherungsgerät einzusammeln. David, Romi und Bernfried kamen in den Genuss eines Steinschauers, welcher eine andere 4-er Gruppe los geschickt hatte. Es waren teilweise zehntnerschwere Brocken. Zum Glück trugen weder wir noch das Seil einen Schaden davon. So kamen wir mit dem Schrecken davon und trafen schlussendlich in der Dämmerung als letzte in der vollen Hütte ein. Das Hütten-Team war toll. Sie verzogen keine Miene, sondern erfüllten uns jeden Wünsch.

Am Sonntag ging's dann auch zur Poncione, diesmal in die Route 'dr grüne Nils'. Dummerweise landeten wir erst nach 4 Seillängen in die Route, denn wir hatten den richten Einstieg verpasst. Auch dieses Mal waren die Ersten um halb fünf oben. Gleichzeitig aber auch die ersten Blitz und Donner von sich nähernden Gewitter. So hiess es dann - abseilen und nichts wie weg. Zum Glück ging dies rassig und problemlos.

Trotzdem kamen wir erst kurz nach sieben in der Hütte an. Doch wir waren die einzigen Gäste. Das Abendessen war richtig gut und die leere Hütte fantastisch. Am Montag waren wir alle irgendwie etwas müde, obwohl wir besser geschlafen hatten als tags zuvor. So entschieden wir, nur ca 5 oder 6 Seillängen statt die üblichen 12 zu klettern.

Das verlängerte Wochenende war super. Der Stau beim Rückfahrt war auch noch zu überleben.


 

 

 

 

       

 

 

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