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Skihochtourenwoche Vanoise (F) 22.-29. April 2006

 

Die Woche in der Vanoise war sehr schön, obwohl das Wetter hätte besser sein können.

Am Samstag reisten wir ins französische Val d'Isère. Erst am Sonntag ging es dann mit dem Aufstieg (zT mit Skilift) zur Aiguille Grande Rousse (3482 m.ü.M) und Abfahrt in Sonnenschein zur Refuge de Prariond (2300 m.ü.M) ernsthaft los.

Am Montag, nach einer klaren Nacht, ging's auf den Point de la Galise (3343 m.ü.M.) gefolgt von einer Pulverschneeabfahrt nach Norden (Italien!) auf 2700 m.ü.M. Danach erreichten wir mittels eines zweiten Aufstiegs bis zum Col del Fans und der Roc de Bossagne (3220 m.ü.M.) und einer zweiten Abfahrt im Sulz (oder nennt man dies eher Sumpf?) bis hinunter auf 2100 m.ü.M. die Hütte.

Am Dienstag führte uns Roman durch den dicken Nebel und bei leichtem Schneefall über die Roche Noirex auf die Pointe der Gros Caval (3285 m.ü.M.). Und dort sahen wir beinahe die Sonne! Anschliessend fuhren wir unter dicken Wolken wieder ins Val d'Isère. Nach einem ausgiebigen Mittagessen fuhren wir mit den Autos nach Prolognan la Vanoise (1660 m.ü.M.). Um den Tag komplett zu machen, stiegen wir dann am Abend noch zur Ref. Col de la Vanoise (2500 m.ü.M.) auf, in welcher wir um 20:30 Uhr eintrafen. Das späte Nachtessen, eine Linsensuppe accompagnée par les Omelettes, schmeckte allen ungemein!

Am Mittwoch versuchten wir im Nebel den Mont Pelve zu finden. Den Berg fanden wir schon, aber der Gipfel war im Nebel verschwunden. Als Trost bestiegen wir (immer noch im Nebel) auf dem Heimweg zur Hütte die Pointe de la Rechasse. Die Linsensuppe am Abend war noch willkommener.

Am Donnerstag war dann der grosse Tag! Um 6:00 Uhr verliessen wir die Hütte Richtung Grande Casse. Der Aufstieg über den Glacier des Grand Couloirs erfolgte bei bestem Wetter - klar, kalt und mit guter Sicht. Auch die 200 Höhenmeter zu Fuss (Steigeisen) mit den Skis am Rucksack und dem Pickel in der Hand waren schnell gemacht. Zudem war dies eine Abwechslung zu den steilen Spitzkehren. Nach der Steilpassage ging's weiter auf den Skis über den eigentlich ziemlich exponierten Gipfelgrat. Doch der Nebel hüllte uns wieder ein und ersparte uns die schreckliche Sicht in die Tiefe. Auf dem Gipfel (3855 m.ü.M.) mussten wir in einer Linie sitzen. Es gab keine Stelle, an welcher wir aneinander vorbei kamen!

Nach erfolglosem Warten auf die Sonne fuhren wir im Nebel den gleichen Weg zurück und der Steilhang war gut zu fahren! Die Linsensuppe in der Hütte erweckte dieses Mal keine grosse Begeisterung.

Und schon war es Freitag, unser letzter Tag. Es ging uns etwa gleich wie am Vortag. Bei gemischtem Wetter auf die Pointe du Creux Noir (3155 m.ü.M.), wo wir endlich das Seil benutzt haben. Danach bei Nebel nach Pralognon, Mittagessen und dann auf die Heimreise.

Während den 6 Tagen haben wir 7'200 Höhenmeter Aufstieg und 8'480 Abfahrt gemacht. Ein “Special Mention” hat Werni Schmid verdient: Als einziger Telemarker unter uns hat er in allen Aufstiegen und Abfahrten immer ein bisschen extra Arbeit zu erledigen gehabt. Aber zum Glück hat er das Skifahren perfekt in Griff.

Wir haben alle gelernt, mit schlechter Sicht und schwerem Schnee besser umzugehen. Wir fahren nun jetzt alle ausschliesslich mit dem Geruchssinn.

 

 

 

 

 

 

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