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Die Woche in der Vanoise war sehr schön, obwohl das Wetter
hätte besser sein können.
Am Samstag reisten wir ins französische Val d'Isère.
Erst am Sonntag ging es dann mit dem Aufstieg (zT mit Skilift) zur
Aiguille Grande
Rousse (3482 m.ü.M) und Abfahrt in Sonnenschein zur Refuge de
Prariond (2300 m.ü.M) ernsthaft los.
Am Montag, nach einer klaren Nacht, ging's auf den Point de
la Galise (3343 m.ü.M.) gefolgt von einer Pulverschneeabfahrt
nach Norden (Italien!) auf 2700 m.ü.M. Danach erreichten wir
mittels eines
zweiten
Aufstiegs bis zum Col del Fans und der Roc de Bossagne (3220 m.ü.M.)
und einer zweiten Abfahrt
im Sulz (oder nennt man dies eher Sumpf?) bis hinunter auf 2100 m.ü.M.
die Hütte.
Am Dienstag führte uns Roman durch den dicken Nebel und
bei leichtem Schneefall über
die Roche Noirex auf die Pointe der Gros Caval (3285 m.ü.M.).
Und dort sahen wir beinahe die Sonne! Anschliessend fuhren
wir unter dicken Wolken wieder
ins
Val
d'Isère. Nach einem ausgiebigen Mittagessen fuhren wir
mit den Autos nach Prolognan la Vanoise (1660 m.ü.M.). Um den Tag
komplett zu machen, stiegen
wir dann am Abend noch zur Ref. Col de la Vanoise (2500 m.ü.M.)
auf, in welcher wir um 20:30 Uhr eintrafen. Das späte Nachtessen,
eine Linsensuppe accompagnée par les Omelettes,
schmeckte allen ungemein!
Am Mittwoch versuchten wir im Nebel den Mont Pelve zu finden.
Den Berg fanden wir schon, aber der Gipfel war im Nebel verschwunden.
Als Trost
bestiegen
wir (immer noch im Nebel) auf dem Heimweg
zur Hütte die Pointe de la Rechasse. Die Linsensuppe am
Abend war noch willkommener.
Am Donnerstag war dann der grosse Tag! Um 6:00 Uhr verliessen
wir die Hütte
Richtung Grande Casse. Der Aufstieg über den Glacier des
Grand Couloirs erfolgte bei bestem Wetter - klar, kalt und
mit guter Sicht. Auch die 200 Höhenmeter
zu Fuss (Steigeisen) mit den Skis am Rucksack und dem Pickel
in der Hand waren schnell gemacht. Zudem war dies eine Abwechslung
zu den steilen Spitzkehren.
Nach der Steilpassage ging's weiter auf den Skis über
den eigentlich ziemlich exponierten Gipfelgrat. Doch der Nebel
hüllte
uns wieder ein
und ersparte uns die schreckliche Sicht in die Tiefe. Auf
dem Gipfel (3855 m.ü.M.) mussten wir in einer Linie
sitzen. Es gab keine Stelle, an welcher wir aneinander vorbei
kamen!
Nach erfolglosem Warten auf die Sonne fuhren wir im Nebel
den gleichen Weg zurück und der Steilhang war gut zu fahren!
Die Linsensuppe in der Hütte erweckte dieses Mal keine grosse Begeisterung.
Und schon war es Freitag, unser letzter Tag. Es ging uns
etwa gleich wie am Vortag. Bei gemischtem Wetter auf die
Pointe
du Creux Noir
(3155 m.ü.M.), wo wir endlich das Seil benutzt haben. Danach
bei Nebel nach Pralognon,
Mittagessen und dann auf die Heimreise.
Während den 6 Tagen haben wir 7'200 Höhenmeter Aufstieg
und 8'480 Abfahrt gemacht. Ein “Special Mention” hat Werni
Schmid verdient: Als einziger Telemarker unter uns hat er in allen Aufstiegen
und Abfahrten immer ein bisschen extra Arbeit zu erledigen gehabt. Aber
zum Glück
hat er das Skifahren perfekt in Griff.
Wir haben alle gelernt, mit schlechter Sicht und schwerem
Schnee besser umzugehen. Wir fahren nun jetzt alle ausschliesslich
mit dem Geruchssinn.
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