F o t o t h e k
MERCI!

Kletterwoche Kalymnos 22.-28. Mai 2006

 

Reisten anno dazumal die Argonauten noch mit dem Schiff zu Wasser, so erreichten wir unser Reiseziel mit dem Schiff der Lüfte, ebenfalls bekannt als alpenblumiger Touristenshuttle. Auch war unser Kompass mehr gen Süden gerichtet, so dass wir schon bald die Inselwelt der Ägäis erblickten und diese nach einer kurvigen Landung betraten.

Am Hafen erwartete uns ein ungewollter längerer Aufenthalt im Restaurant, da der Kleinfährengeheimtipp nicht so geheim war und wir nicht wie in anderen Ländern während der Überfahrt an der Reling hängen wollten. So opferten wir zuerst den Göttern des Gasters ein paar der ersten griechischen Leckerbissen. Gestärkt und teilweise modisch neu ausstaffiert erreichten wir gegen Abend Kalymnos und bezogen unsere Studios mit Blick auf Telendos und das Meer. Wer wollte da noch klagen, vor allem auch angesichts der Wettermeldungen aus der Schweiz.

Kalymnos - welche Götter auch immer hier gewohnt haben mochten, ein paar vorzügliche Gaststätten haben sie hinter lassen. Und so mussten wir während der ganzen Woche nie darben oder über durstige Kehlen klagen. Aber nicht nur des Essens und Trinkens wegen waren wir hierher gekommen. Nein, einige einladende Felsen wollten wir erklimmen und wählten aus dem reichhaltigen Angebot jeden Tag wiederum andere Vor-, Haupt- und Nachspeisen aus. Hin und wieder wären wir zwar froh gewesen, wenn in der Route das Orakel befragt hätte werden können.

Es war ein Genuss, wenn auch ein Schweisstreibender und ab einer gewissen Tageszeit ein Grillierender. So blieb uns dann nichts anderes übrig, als den Klettergurt in expressis gegen Badeutensilien auszutauschen, und in die ruhige, klare und warme See zu steigen. Dergestalt erfrischt hatten wir dann noch ein wenig Zeit zur freien Verfügung, bevor entweder Topos oder Menukarten lockten. Gegen diese Lockrufe hatte der Gesang der Sirenen nicht die leiseste Chance des Erhörtwerdens.

Und so erlebten wir eine Woche, welche beim Weitererzählen bei der Leserschaft nur neidische Gefühle erwachen lässt, bei den Teilnehmenden aber tollste Erinnerungen auslöst und zum Schwärmen Veranlassung gibt.

 

 

 

 

 

 

zurück zur Fotothek-Startseite