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Vieles im Leben besteht aus Wiederholungen und Déjà vus sind uns allen
aus dem Alltag allzu bekannt. Nun, weil es unglücklicherweise kein Druckfehler
war, fanden wir uns, die einen noch ziemlich bleich und mit reduziertem
Kreislauf, die anderen fröhlich schwatzend, kurz nach dem ersten Hahnenschrei
am Perronkopf ein.
Wie es sich in letzter Zeit gehört, analog 'mein samstäglich Regen
gib' mir oh Petrus' oder wer hatte nicht geduscht, so dass es zum Himmel
stank? - erhielten wir im Hüttenzustieg die vom Himmel zu Boden fallende
und im Volksmund 'Regen' genannte Erfrischung. Dieses Wetter liess aber nicht
nur uns sich auf den Weg machen, sondern auch zahlreiche Frösche. Jedoch
wollte oder konnte niemand von uns diese küssen, um den Prinzen oder
die Prinzessin zum Leben
zu erwecken. Die einen behaupteten sie hätten schon eine solche,
die anderen gaben vor sie wüssten welche, seien aber (noch) nicht
erhört worden und wollten nicht schon einen Trost suchen und bei den
zuletzt Kommenden wiederum war dann der Frosch
und damit die Chance schon weggehüpft. So blieb also auch diese Legende
ungeprüft und die Signatur 'q.e.d' konnte nicht gesetzt werden.
Mit Blitz und Donner wurden wir
dann in der Hütte erwartet. Alles nicht so schlimm, denn es gab ja
Käseschnitten und - ja genau, die eifrige Leserin dieser Rubrik wird's
schon erraten
haben - Röschti. So gestärkt gab's nur noch ein Ziel - wir zeigten
es dem Regen und nahmen den Kampf auf. Ähnlich dem Blinzelspiel galt
es
nun heraus zu finden, wer den stärkeren Durchhaltewillen hatte. Wir
unter den Duvets oder Thor der Donnergott mit seinem leckenden Feuerwagen
bei seinem Ausritt. Lange Zeit sah es nach einem unentschiedenen Duell aus. Doch wer lange
schläft, wird's endlich gut haben und so konnten wir die wenigen Stunden
vor dem Nachtessen noch im Klettergarten geniessen. Mit einem Verdauungspaziergang,
immer wieder von natelempfangsuchenden Körperverrenkungen unterbrochen,
zum türkisfarbenen und mit einem 'Delta' umgebenen Obersee beschlossen
wir den Abend.
Nach einer drinnen und draussen warmen Nacht erwartete uns am Sonntag
ein leicht bedeckter, aber sich im Laufe des Tages aufklarender Himmel.
Mit frischem Zopf verwöhnt, standen wir bald am Einstieg zum Päuggenstöckli
(Details sind unter http://mypage.bluewin.ch/kroentenhuette/klettern/vorderpaeuggenstoeckli.htm zu
finden). Flott ging's in Zweierseilschaften in die Höh' und pünktlich
zum Gipfel lachte uns auch die Sonne an. Nach dem Abstieg und Abseilen
erwartet uns in der Hütte - nein keine Röschti, sondern Kuchen und Schlagrahm.
Nach einem den Abstieg unterbrechenden Bade im angeblich 20 Grad warmen
in einem Moorgebiet gelegenen Fulensee und dem Kauf von Geissenkäse
warteten wir schon bald wieder auf's Taxi, welches uns zurück zum Bahnhof
brachte.
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