F o t o t h e k
MERCI!

Lawinenkurs 8. & 9. Januar 2005


Da steht er nun - tja wer wohl - des frühen eher unfreundlich kühlen Morgens' drunten an einem von den SBB personaltechnisch verlassenen Bahnhof irgendwo in der Nähe des Mittelpunktes der Schweiz. Noch in Gedanken im warmen Duvet sich wälzend hebt er mit anderen seine Hand, als Freiwillige für die zweite Postautofuhre gesucht werden. Natürlich winkt als Lohn ein warmer die Lebensgeister weckender Kaffee - so träumt er jedenfalls. Doch Träume sind zu oft Schäume (aber leider nicht verwandt mit den Schäumlein, welche auf die Qualität des darunter liegenden Espresso's schliessen lassen) und so irren sie auf der Suche nach dem dampfenden Gebräu durch das Dorf. Aber all die vielen angeschriebenen Häuser wollen ihnen keinen Einlass geben und so bleibt als Trost nur eine Bäckerei.

Bei der Bahn, welche uns gen Lideren Hütte bringen sollte, durften alle eine Nummer ziehen - der Losgewinn war nicht benissimo, sondern ein Platz in der Kabine. Diese führte uns in die Höhe und für ein paar Schritte an die Sonne. Leider war's nur ein Schnuppern, denn unser Übungsgelände lag lauschig in einer Mulde - umrahmt von den von der Sonne beschienenen Bergspitzen.

Nun ja, so kam gar kein Gedanke ans faule herumstehen auf, sondern brav wie Waldi folgten wir den Piepsern unserer Geräte, suchten mit den Sonden weder nach Wasser noch nach Öl, sondern fanden immer wieder die vergrabenen Rucksäcke.

Angereichert mit allerlei Theorie und Praxiswissen verflogen die dunklen Stunden in Windeseile und schon bald, pünktlich zur Sandwichzeit, erwärmte dann die Sonne nicht nur unsere Körper, sondern auch die Schneedecke auf dem Dach der Alphütte, vor welcher wir lagen. Und um ein Haar, hätten wir unser Wissen praktisch anwenden können. Kaum von den Rucksäcken erhoben, "donnerte" die Dachlawine zu Tal und hätte gnadenlos alle Siestaierenden unter sich begraben. Zum Glück blieb uns aber nur die Überraschung.

Nach einem weiteren Theorieblock zur Apérozeit genossen wir dann das wunderbare Essen und danach die Ruhestätten.

Tags darauf erprobten wir während unserer kleinen Tour das Geübte vom Vortag und erklommen daneben noch zwei Gipfel. Die Abfahrt war bei gutem Schnee ein Genuss, wären da nicht die periodischen Steinol-Super Geräusche gewesen - diese hinterliessen ihre Spuren bis auf die Seele der Skis. Die wären jedenfalls tolles Material für Werner's Skipflege (oder -flick) kurs gewesen!

 

 

 

 

 

 

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