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Nicht gerade wie zu Gotthelf's Zeiten, doch immerhin an die frühste
Kindheit erinnernd, wenn man vom Samichlaus in den Sack gesteckt wurde
und auch nicht so recht wusste wohin die Reise im Detail, also irgendwo
im dunklen Wald, gehen sollte, machten wir uns auf den Weg zu dieser
Tour.
Alpstein 2 hiess das Ziel. Dies war nicht ein gekröntes Haupt,
obwohl wir dann vom Gipfel auf ein solches runter blicken konnten, sondern
die
Ortsangabe für die ersten GPS-Prototypen, welche noch nicht allzu
genau waren. Mit einer Brise Ferienverkehrsstau verliessen wir die östliche
Ausfallroute der Unterländer und erklommen in Oberschaan ob Trübbach
mit einer Seilbahn die ersten Höhenmeter. Dank ihres gemählichen
Aufstieges konnte ein unangenehmer Druck in den Ohren vermieden werden
und wir hatten
das Gefühl, dass wir selber aufstiegen. Ausserdem lernten wir, dass
wo
"WC" drauf steht nicht immer eine Türfalle vorhanden ist,
und wo "offen"
drauf steht, nicht immer Einlass möglich ist. Aber beim ersten Halt
konnte - schwupps und verschwunden waren sie - das Problem gelöst
werden.
Durch die wunderschön-sonnige Winter-Waldlandschaft stiegen wir
gen den "Chamm" auf. Fast unmerklich kreuzten wir die Höhenkurven
und schon bald konnten wir den Blick über's Rheintal gleiten lassen.
Während die
Massen sich weiter gen "Tschuggen" bewegten, entledigten wir
uns der Felle sowie des ersten kleinen Hunger's und freuten uns auf die
erste Abfahrt. Einfach mal runter soweit es die Bäume und Bachtobel
zulassen, war die Devise. Von den Pulverhängen will ich nicht weiter
schwärmen,
sondern überlasse dies der Vorstellung der Kennerinnnen und Kenner
der Materie.
Aber alles hat ein Ende und in diesem Falle hatte nicht nur die Wurst,
sondern auch unsere Route deren zwei. Denn zügigen Schrittes kehrten
wir in der Abfahrtsspur zum "Chamm" zurück und von da
aus weiter auf den
"Tschuggen".
Inzwischen hatte das allgemeine Skitourenvolk den Gipfel verlassen und
wir konnten die Rundsicht von den Churfirsten, über den Walensee
und das Seeztal, vorbei am Prättigau, hinein ins Ländle und
die rot-weiss gestreifte, momentan mit ein paar Dämpfern versehene
Skifahrhochburg geniessen.
Mit einer weiteren kuli- und solarischen Stärkung wagten wir uns
an die zweite Abfahrt. Vom Pulver schärmte ich ja bereits, so gilt
es nun noch unsere Spuranlage hervor zu heben. Staunend standen wir oben
am
Hang und blickten in das rhythmisch-geschwungene Spurbild unserer Vorläuferinnen
und Vorläufer. Als wir dann von unten nach oben zurück blickten,
konnten wir keinen Unterschied zwischen den genannten und den unsrigen
Spuren
fest stellen.
Einfach perfekt, so wie das Wetter.
Und wie es sich für unseren Fast-Zielort geziemt, konnten
wir drunten im Tale voller Freude "Game, Set and
Match"
zu dieser
tollen
Tour sagen. |