F o t o t h e k
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Alpstein 2, 5. Februar 2005


Nicht gerade wie zu Gotthelf's Zeiten, doch immerhin an die frühste Kindheit erinnernd, wenn man vom Samichlaus in den Sack gesteckt wurde und auch nicht so recht wusste wohin die Reise im Detail, also irgendwo im dunklen Wald, gehen sollte, machten wir uns auf den Weg zu dieser Tour.

Alpstein 2 hiess das Ziel. Dies war nicht ein gekröntes Haupt, obwohl wir dann vom Gipfel auf ein solches runter blicken konnten, sondern die Ortsangabe für die ersten GPS-Prototypen, welche noch nicht allzu genau waren. Mit einer Brise Ferienverkehrsstau verliessen wir die östliche Ausfallroute der Unterländer und erklommen in Oberschaan ob Trübbach mit einer Seilbahn die ersten Höhenmeter. Dank ihres gemählichen Aufstieges konnte ein unangenehmer Druck in den Ohren vermieden werden und wir hatten das Gefühl, dass wir selber aufstiegen. Ausserdem lernten wir, dass wo "WC" drauf steht nicht immer eine Türfalle vorhanden ist, und wo "offen" drauf steht, nicht immer Einlass möglich ist. Aber beim ersten Halt konnte - schwupps und verschwunden waren sie - das Problem gelöst werden.

Durch die wunderschön-sonnige Winter-Waldlandschaft stiegen wir gen den "Chamm" auf. Fast unmerklich kreuzten wir die Höhenkurven und schon bald konnten wir den Blick über's Rheintal gleiten lassen. Während die Massen sich weiter gen "Tschuggen" bewegten, entledigten wir uns der Felle sowie des ersten kleinen Hunger's und freuten uns auf die erste Abfahrt. Einfach mal runter soweit es die Bäume und Bachtobel zulassen, war die Devise. Von den Pulverhängen will ich nicht weiter schwärmen, sondern überlasse dies der Vorstellung der Kennerinnnen und Kenner der Materie.

Aber alles hat ein Ende und in diesem Falle hatte nicht nur die Wurst, sondern auch unsere Route deren zwei. Denn zügigen Schrittes kehrten wir in der Abfahrtsspur zum "Chamm" zurück und von da aus weiter auf den "Tschuggen". Inzwischen hatte das allgemeine Skitourenvolk den Gipfel verlassen und wir konnten die Rundsicht von den Churfirsten, über den Walensee und das Seeztal, vorbei am Prättigau, hinein ins Ländle und die rot-weiss gestreifte, momentan mit ein paar Dämpfern versehene Skifahrhochburg geniessen.

Mit einer weiteren kuli- und solarischen Stärkung wagten wir uns an die zweite Abfahrt. Vom Pulver schärmte ich ja bereits, so gilt es nun noch unsere Spuranlage hervor zu heben. Staunend standen wir oben am Hang und blickten in das rhythmisch-geschwungene Spurbild unserer Vorläuferinnen und Vorläufer. Als wir dann von unten nach oben zurück blickten, konnten wir keinen Unterschied zwischen den genannten und den unsrigen Spuren fest stellen. Einfach perfekt, so wie das Wetter.

Und wie es sich für unseren Fast-Zielort geziemt, konnten wir drunten im Tale voller Freude "Game, Set and Match" zu dieser tollen Tour sagen.

 

 

 

 

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