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Vor innerem Zweifel an Petrus' Wochenendintentionen nicht ganz gefeit,
machten wir uns auf den Weg in den Osten. Und siehe da - weder Pflastersteine
noch Tränengas erwartete uns, sondern das strahlende Lachen der Sonne.
So buckelten wir unsere Skis, stapften eine Stunde dem Schnee entgegen
und genossen bei herrlichster Strahlung - ja auch wir schimmerten dann
in der Hütte im rötlichen Alpenglühn' - den Aufstieg zur Grialetschhütte.
Nach einer partiell kühlen Nacht - "wieviele Wolldecken (die originalen,
welche auch auf dem japanischen Markt Akzeptanz finden würden) hast Du
denn gebraucht?" - und einer süddeutschen Radiotalkmasterrunde am Frühstückstisch,
stiegen wir alsbald gen unseren erwählten Gipfel auf.
Da er sich aber beharrlich von seiner Nebelkappe nicht trennen wollte,
entschlossen wir uns in halber Höhe, das Gipfelziel zu wechseln und schlugen
die Spur Richtung Piz Grialetsch ein.
Durchaus nicht von introvertiertem Wesen, wollten wir uns ohne Steigeisen
am Gipfelgrat nicht exponieren und genossen unsere Sandwiches einige
Höhenmeter unterhalb des höchsten Punktes. Sicherheitsdenken hat offensichtlich
auch positive Aspekte.
Nach einem kurzen Gegenanstieg - Rat des Psychologen: "lass die
Fell bei der vorgängigen Abfahrt auf den Skis, so hast Du keinen Gegenanstieg
vor Dir und Deine Motivation erleidet somit keine Dellen" - ging's dann
via Scalettapass in rasanter Fahrt zurück zum Skibuckelpunkt und vorbei
an von frisch "geschlüpften" Krokussen in den Frühling. |