F o t o t h e k


Tällihorn - Piz Tomül 13./14. März 2004


Trotz oder gerade wegen der höchst interpretationsbedürftigen Wetterprognose liessen wir die Felle nicht hängen, sondern klemmten unsere Skis unter die Arme und machten uns auf die lange Reise ins Safiental. Dort wurden wir, zehn Tourenfahrerinnen und -fahrer, nach einigen erholsamen zusätzlichen Stunden Schlaf, auf offener Postautostrecke ausgesetzt.

Nach den üblichen Vorbereitungen ging's dann angenehmen Schrittes dem Tällihorn entgegen. Entgegen blies uns auch der Föhn. Und da wir uns schon alsbald über der Baumgrenze befanden, konnten wir dessen Kraft in vollen Zügen geniessen. Selbst das kurze Mittagessen hinter einem Stein, es gab derer nicht viele, war eher gut durchlüftet.

Doch neben dem Wind konnten wir auch Sonnenstrahlen, das Panorama und ein Schneehuhn erblicken. Nach einem letzten grossen Schritt durch die Gipfelhangwächte, diese wurde auch im Sinne des Leiterlispiels interpretiert - plumps und zurück an den Start - erreichten wir den Gipfel. Auf diesem war es, oh Wunder, am windstillsten! Voller Freude stürzten wir uns danach in die Talabfahrt. Stürzen war nachher auch unser Motto, ob als Schneekugel, mit doppeltem Überschlag, kopfvoran in den Schnee, in Löcher oder mit gekreuzten Skiern - es gab der Varianten viele und unsere Phantasie setzte uns keine Grenzen. Es war einfach ein tolles Sturzfestival, das sich niemand entgehen liess. Übereinstimmend waren wir der Meinung, dass der Schnee nicht ganz perfekt und die Sicht suboptimal war... ob's wohl am Datum lag? Oder am weissen Schneehuhn, welches unsere Aufstiegsspur kreuzte?

Mit Früchtekuchen und einem Fondue wurden wir dann aber am Abend entschädigt. Dank all der weichen Landungen, gab's auch keine blauen Flecken.

Am Sonntag ging's früh aus den Federn, wobei hier die Meinungen zum Thema früh unterschiedlich waren, ebenso wie zu den Wetterbedingungen. Jedenfalls erklommen wir nochmals im Schlepptau von Frank's angenehmen Tempo den Piz Tomül. Nachdem die Gämse verschwunden war, verschwanden auch wir im Nebel und auf dem Grat ging's weiter in die Höh', daneben vermutlich in die Tiefe.

Schlussendlich erreichten alle, auch der Schönwettertourist, den Gipfel. Wenigstens was wir als solchen definierten. Im Rückblick sahen wir dann, dass wir knapp vor dem Gipfelkreuz stoppten, doch dieses war mit bestem Willen (und noch weniger mit den eigenen Augen) nicht zu sehen. Hätten wir danach gestoppt, dann hätte uns der Weg per Direktverbindung in die Tiefe geführt.

So genossen wir die virtuelle Rundsicht - auch als Virtual Reality bekannt - die Wärme und Windstille. Danach folgte eine ziemlich unterhaltsame, abwechslungsreiche und immer wieder überraschende Abfahrt. Zurück im Tal lüftete sich die Wolkendecke und Minuten später sassen wir auf der in der Ausschreibung - was doch für einzelne ein Motivationsgrund für die Teilnahme war - mit Ausrufezeichen gepriesenen Sonnenterrasse. Und sie war das Sitzen und Magenpflege wert!

Von Sonne vollgetankt kehrten wir dann per Poschti und Zug nach Hause zurück. Und wer's genauer wissen will, der betrachte die Fotos.

 

Erste Schritte
Letzte Hütten Erste Rast Die Schnellen essen, die anderen suchen noch...

 

Letzte Rast
Stella Kein Schneehuhn Zwischen den Stürzen in Vollfahrt

 

Richtung Tal
Nach dem Sturz Während dem Sturz Fällt er oder nicht?

 

Früh, aber wenigstens hell
Wo? Mienenstudium Gipfel oder nicht?

 

...
Pulverschnee Panorama

 

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