F o t o t h e k

 

Tête Blanche de By und gen Arolla 1.-3. August 2003

Das warme Wetter löst nicht nur die Schweissproduktion und das nächtliche Treiben am See aus, sondern auch die Steine von den Felswänden. So war denn unser ursprüngliches Ziel - der Mont Gelé - nicht mehr ganz gelé, sondern bewarf seine Besteigerinnen und Besteiger mit Steinen. Und wir verzichteten gerne auf dieses Bergerlebnis. Nach einigem hin und her war dann eine Alternative gefunden. Die Tête Blanche de By, gleich neben dem Grand Combin gelegen, erwartete uns. Mit einigem Bedauern mussten wir die andere Idee, la Ruinette, wegen externen Faktoren begraben.

Und so ging's dann auf diese Tête Blanche. Wobei wir bis heute das Weisse suchen. Nicht dasjenigen in den Augen der Walliser Kühe, sondern des Gipfels. Naja, irgendwie sah er nicht so ambitiös aus. Doch der Gipfelanstieg hatte es doch noch in sich. Er war einfach länger als es schien. Vielleicht trübte die Hitze unsere Sinne oder war es doch das Delirium, in welches einige auf dem Gletscher verfielen? Jedenfalls verlangsamten sich unsere Schritte, die Tour zog sich in die Länge und die Siesta vor der Hütte schmolz dahin.

Am nächsten Tag ging es dann wiederum sehr gemütlich über fünf Pässe nach Arolla. Dazwischen genossen wir eine sehr unterhaltsame Geröllhaldentraversierung und eine Strand-ähnliche Kletterei im steilen Feinschutt. Zwei Schritte vor, eineinhalb zurück und dazu noch ne Packung Steine für die nachfolgenden Beach Boys und Girls. Aber letztendlich gelangten alle nach oben auf den Col. Über den Gletscher ging's dann weiter gen Cabane de Dix. Beim Gletscherausstieg erwischte dann Ioa leider die falsche Spur, rutsche aus und teste die Schärfe ihrer Steigeisen am Knie. Das Ergebnis war nicht sehr schön, doch weiss sie nun, dass sie keine Blaublüterin ist. Und der in der Gletscherspalte versenkte Pickel konnte auch wieder geborgen werden. Und allen die es noch nicht wissen, sei's hier gesagt: Wunden müssen innerhalb von sechs Stunden genäht werden. Danach geht es wegen rapide ansteigendem Infektionsrisiko nicht mehr. Das lernt man dann spät-nachts beim Dottore.

Nach einem weiteren, dieses Mal metallenen Hindernis, hatte Hanna nicht genügend Möhren dabei, doch in Arolla gab's dann zu unserer Erleichterung genügend Coupes, so dass am Ende alle zufrieden waren.

 

Anfang
Hüttenzustieg Peter und Ioa Church and Wall

 

 

Glacier du Durand
Glacier du Durand Glacier du Durand Glacier du Durand

 

Auf der Tête
Helden braucht das Land Blick zum Abstieg Grand Combin

 

Mein erster Gletscher
Da kommen wir her Unser Leiter zu früh

 

Lass uns suchen
Col de Mont Rouge Ein Fixseil hilft manchmal weiter Mont Colon

 

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